Rachehandel und wie man ihm entgegenwirkt
Rachehandel und wie man ihm entgegenwirkt
Der Begriff „Rachehandel“ beschreibt die emotionale Reaktion eines Forex-Traders auf einen Verlust. Vereinfacht gesagt, handelt es sich um eine Situation, in der ein Trader einen Trade ausführt, um einen Verlust auszugleichen, anstatt sich an seinen Handelsplan zu halten. (Man erlebt also einen Verlust und verspürt den Drang, sofort wieder in den Markt einzusteigen, um den Verlust so schnell wie möglich wieder wettzumachen.) Schauen wir uns die subtilen Anzeichen an, die auf Rachehandel hindeuten. und wie Sie dem vorbeugen können:
1. Handeln aus Wut, Frustration oder Egoismus
Einer der häufigsten Gründe für Rachehandel ist Wut oder Frustration. Nach einem Verlust empfindet man möglicherweise Wut auf sich selbst, den Markt oder andere Händler. Man ist frustriert über das Ergebnis, besonders wenn man glaubt, alles richtig gemacht zu haben. Auch das Ego spielt oft eine Rolle und treibt einen an, sich selbst oder anderen zu beweisen, dass man Recht hat. Wer emotional statt logisch und strategisch handelt, trifft mit größerer Wahrscheinlichkeit irrationale und riskante Entscheidungen.
(Sie ignorieren möglicherweise Ihre Ein- und Ausstiegsregeln, Risikomanagementprinzipien und Ihren Handelsplan.) Dieses Verhalten führt häufig zu übermäßigem Handel, bei dem Sie die Größe oder Häufigkeit Ihrer Trades erhöhen, in der Hoffnung, Verluste schnell wieder wettzumachen.
2. Handeln ohne klare Kante oder Grund
Ein Vorteil verschafft Ihnen im Markt einen Wettbewerbsvorteil, der auf Ihren Analysen, Indikatoren oder Ihrem System basiert. Ein Grund stellt einen Auslöser dar, der Sie anhand von Signalen, Mustern oder Setups zum Ein- oder Ausstieg in einen Trade veranlasst.
Beim sogenannten „Revenge Trading“ werden Positionen jedoch oft willkürlich eröffnet, geleitet von Intuition, Gefühlen oder vagen Vermutungen. Man handelt möglicherweise gegen den Trend, ignoriert die Marktbedingungen oder weicht vom eigenen Handelsstil ab. Trader neigen dazu, dem Markt hinterherzujagen, um eine große Kursbewegung mitzunehmen, oder gegen den Markt zu handeln, in der Hoffnung auf eine Trendumkehr.
3. Handeln ohne Stop-Loss oder Take-Profit
Rachehändler ignorieren oft Risikomanagementregeln. Sie handeln möglicherweise ohne Stop-Loss (zur Verlustbegrenzung) oder Take-Profit (zur Gewinnmitnahme), in der Hoffnung, dass sich der Markt letztendlich zu ihren Gunsten wendet. Auch versuchen sie unter Umständen, ihre Stop-Loss- oder Take-Profit-Niveaus zu verschieben, um Verluste zu vermeiden oder Gewinne zu maximieren. Solche Vorgehensweisen können jedoch ein unbegrenztes Risiko bergen.
Wie man Rachehandel vermeidet
Nachdem Sie nun die Anzeichen von Rachehandel kennen, wie können Sie ihn verhindern oder überwinden? Hier sind einige Tipps:
• Machen Sie eine Pause – Wenn Sie einen Verlust oder eine Reihe von Verlusten erleiden, ziehen Sie sich zurück.
· Geh vom Bildschirm weg, beruhige dich und mach deinen Kopf frei. Das wird dir helfen. Die emotionale Kontrolle wiedererlangen.
• Verbesserung des Selbstbewusstseins – Achten Sie während des Handels auf Ihre Emotionen, Gedanken und Ihr Verhalten.
· Achten Sie darauf, wann Wut, Frustration oder Ihr Ego Ihre Entscheidungen beeinflussen. Ein Trading-Tagebuch, eine Checkliste oder ein Mentor können hilfreich sein.
• Analysieren Sie Ihre Transaktionen. – Überprüfen Sie, was schiefgelaufen ist, ob Sie Ihre Strategie eingehalten, Ihren Plan korrekt umgesetzt und angemessen auf die Marktbedingungen reagiert haben.
• Verwenden Sie objektive Daten wie Diagramme und Statistiken, um die Leistung zu bewerten.
• Einführung einer „Zwei-Schläge-Regel“ – Setze ein Limit Legen Sie fest, wie viele Verluste Sie pro Tag oder pro Handelsserie (z. B. zwei Verluste pro Tag) akzeptieren können, bevor Sie mit dem Handel aufhören. Diese Regel hilft, übermäßiges Handeln zu vermeiden.